Ausstellungen in der Jakobikirche Chemnitz

Seit einer Reihe von Jahren hat sich die Jakobikirche zu einem viel beachteten Ausstellungsort entwickelt. Was zunächst unter mehr oder weniger improvisierten Bedingungen begann, hat seit der Fertigstellung des Kirchenschiffes 2009 nun auch einen würdigen äußeren Rahmen gefunden. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung geistiger und geistlicher Werte mit den Ausdrucksmöglichkeiten der bildenden Kunst in ihren verschiedenen Gattungen: Grafik, Malerei, Fotografie und Plastik. Auch die künstlerische Auseinandersetzung mit kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart ist ein wichtiges Anliegen unseres Ausstellungsprogramms. Ein Arbeitskreis der Kirchgemeinde organisiert jährlich etwa sechs Expositionen mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, aber auch darüber hinaus.

Für Anfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Neue Ausstellung von Sigrid Noack – „Vom Heiligen Land“ – Tafelbilder und Arbeiten auf Papier

Die Wüste, ein Ort der Einsamkeit und Selbstfindung. Die Wüste, ein Ort göttlicher Offenbarung. Sonne, Steine, Sand und Staub. Diffus ist das leuchtende Blau des Taghimmels. Die Hitze punktiert den Himmel und macht die Landschaft schwankend.
Der schwere Nachthimmel bringt die Sterne zum Blitzen und rückt näher. Hier ist Leben nur minimal möglich. Die Landschaft prägt die Menschen. Vierzig Jahre Wüste: von Generation zu Generation bauen sich Sehnsüchte auf nach Sesshaftigkeit, fruchtbarem Land, ein wenig Annehmlichkeit. Höhlen, die Orte der Zuflucht gegen jegliche Unbill sind auch Heimstatt der Menschen. In Qumran am Toten Meer vertrauen sie ihnen auch ihr Kostbarstes an; auf Ostraka, Papyrus und Pergamenten überlieferten sie ihre Gesetze, Abschriften von Texten, die ihnen heilig waren und die Kunde vom eigenen Sein.
In dieser unwirtlichen Natur wird die Versammlung weniger Bäume zur Oase und die Oase zum Fragment des Gelobten Landes. Der hartnäckig beharrende Ölbaum wird zum Symbol der Schönheit und des Friedens. Langsam wachsend und in bizarren Formen überdauert er mehrere Menschenleben. Die blaugraue Aloe verspricht Heilung, und die Palme ist Symbol des Gerechten.
Trotz Stein und Geröll ist Gethsemane ein Garten. Verschlossen wirkt der See Genezareth, als wollte er nichts von sich preisgeben. Fremd stehen die Segel auf dem wasser.
Das Salzmeer gleicht einer zähen türkisfarbenen Masse. Unwirklich, phantastisch und geheimnisvoll wachsen seine Salze zu Figurationen.
Zwei Wegweiser holen die Geschichte in die Gegenwart: Sodom und Gomorrha.
Weiteres über die Künstlerin aus Guben unter www.zeitfragmente.de.
Die Vernissage mit der Künstlerin fand am 14.03.2019 im Rahmen der VespermitMusik um 18:00 Uhr statt. Es musizierte ein Streichquartett der Städtischen Musikschule Chemnitz.
Die Ausstellung ist bis zum 09.06.2019 zu sehen. Die Kirche ist täglich von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr sowie dienstags bis donnerstags von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.