Ausstellungen in der Jakobikirche Chemnitz

Seit einer Reihe von Jahren hat sich die Jakobikirche zu einem viel beachteten Ausstellungsort entwickelt. Was zunächst unter mehr oder weniger improvisierten Bedingungen begann, hat seit der Fertigstellung des Kirchenschiffes 2009 nun auch einen würdigen äußeren Rahmen gefunden. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung geistiger und geistlicher Werte mit den Ausdrucksmöglichkeiten der bildenden Kunst in ihren verschiedenen Gattungen: Grafik, Malerei, Fotografie und Plastik. Auch die künstlerische Auseinandersetzung mit kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart ist ein wichtiges Anliegen unseres Ausstellungsprogramms. Ein Arbeitskreis der Kirchgemeinde organisiert jährlich etwa sechs Expositionen mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, aber auch darüber hinaus.

Für Anfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Eine neue Ausstellung zum Thema „Passionswege“ von Matthias Stein wird am 15.03.2020 um 09:30 Uhr im Gottesdienst eröffnet. Für die künstlerische Umsetzung des Themas „Passionswege“ in den Arbeiten seiner Ausstellung setzte der Chemnitzer Künstler folgende Prioritäten: das starke, unerschütterliche Sendungsbewusstsein der Person Christi in seiner Passion, die Selbstlosigkeit und das existenzielle Leiden, das über den Kreuzweg mit dem finalen Endpunkt seiner humanen Mission, der Kreuzigung, dramatisch endet. Desweiteren die starke, prägende Wirkung dieses Vorgangs, sowohl in der christlichen Ikonographie des Abendlandes, die der Künstler für einen Dialog mit den alten Meistern der Renaissance und des Barock in Form von Collage-Zitaten nutzt. schließlich die Kraft des Kreuzigungs-Motivs als allgemeines Symbol des Schmerzes, die die Gewalttätigkeit des Wirklichen bis in die heutige Zeit hinein aktuell reflektiert und versinnbildlichen kann. Sein Ziel ist hierbei die Zeitlosigkeit, bestimmter menschlicher und künstlerischer Themen transparent zu machen.

„Kunst ist immer eine Suggestion von Wirklichkeit, und das Kunstwerk gilt erst als vollendet durch den aktiven und visuell-assoziativen Beitrag des Betrachters.“

Wegen der Corona-Krise ist die Ausstellung vorübergehend wie folgt geöffnet:

Täglich 11 bis 13 Uhr