Kirche St. Johannis

Kirche St. Johannis, Chemnitz Theresenstraße

Im Bereich unserer Kirchgemeinde befindet sich auch die Johanniskirche. Die einstige Vorstadtkirche besitzt möglicherweise ein noch höheres Alter als St. Jakobi. Bereits 1264 wird sie erstmals urkundlich genannt. Das heutige Erscheinungsbild lässt von der jahrhundertelangen Geschichte jedoch kaum noch etwas erkennen. Nach der Zerstörung im Schmalkaldischen Krieg entstand 1566 ein neues Kirchengebäude, von dem heute noch der Chor sowie verschiedene Architekturteile erhalten sind. Das bedeutendste Ausstattungsstück, eine Orgel von Gottfried Silbermann, wurde bereits im 19. Jahrhundert wieder verkauft und steht heute in Bad Lausick, während der spätgotische Flügelaltar in der Jakobikirche einen neuen Standort gefunden hat. Im Turm der Johanniskirche hängt bis heute die älteste Chemnitzer Glocke von 1475.

Seit 1756 diente St. Johannis nur noch als Friedhofskirche für den einzigen Gottesacker der Stadt. Erst 1875 wurde sie wieder Heimat einer eigenen Gemeinde und erfuhr aus diesem Anlass eine umfangreiche Veränderung. Damals entstand auch der Westturm. Die neugotischen Formen wurden bei einem weiteren Umbau im Jahre 1913 zu Gunsten einer Jugendstilfassung wieder beseitigt. Davon sind nach einer neuerlichen, eingreifenden Umgestaltung in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ebenfalls nur noch Fragmente zu sehen. Im Jahre 1997 wurde St. Johannis der Jugendarbeit des Kirchenbezirks Chemnitz zur Verfügung gestellt.

Über die vielfältigen Angebote der „Jugendkirche St. Johannis“ informiert die Homepage des Jugendpfarramtes: